Bereits zum zweiten Mal durften wir Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte unserer südkoreanischen Partnerschule aus Seoul an der Wilhelm-Olbers-Oberschule begrüßen. Viele der Jugendlichen kannten sich bereits von unserer Reise nach Seoul im Mai 2026. Entsprechend groß war die Freude über das Wiedersehen. Aus den ersten Begegnungen ist inzwischen eine gewachsene und verlässliche Partnerschaft entstanden: Freundschaften haben sich entwickelt, Kontakte bestehen über die eigentlichen Austauschwochen hinaus und das Wiedersehen fühlte sich für viele bereits wie ein Treffen unter Freunden an.
Nach der Ankunft wurden unsere Gäste von ihren Gastfamilien empfangen. Der erste gemeinsame Schultag begann mit einem Frühstück, Kennenlernaktivitäten und einer von unseren Schülerinnen und Schülern geleiteten Schulführung. Anschließend ging es bei einer Stadtrallye auf Entdeckungstour durch Bremen. Besonders beeindruckend war dabei das große Interesse unserer koreanischen Gäste an Bremen, seiner Geschichte und seinen historischen Lernorten.
Ein Schwerpunkt des Besuchs lag auf der Frage, wie Lernen auch außerhalb des Klassenzimmers gelingen kann. Unsere koreanischen Kolleginnen und Kollegen wollten von unseren Erfahrungen lernen: Wie können Museen und andere außerschulische Institutionen einen pädagogischen Beitrag leisten? Wie lassen sich curriculare Inhalte praxisnah und anschaulich vermitteln? Und wie können nachhaltige Kooperationen zwischen Schulen und außerschulischen Partnern gestaltet werden?
Besonders deutlich wurde dies bei unserem gemeinsamen Ausflug nach Bremerhaven. Im Deutschen Auswandererhaus beschäftigte sich die Gruppe mit Migration und Geschichte, anschließend besuchten wir das Deutsche Schifffahrtsmuseum. So konnten unsere Gäste unmittelbar erleben, wie außerschulische Lernorte historische und gesellschaftliche Themen greifbar machen und schulisches Lernen sinnvoll ergänzen können.
Auch ein gemeinsamer Ausflug nach Hamburg gehörte zum abwechslungsreichen Programm. Nach einem Rundgang durch die Innenstadt mit Mönckebergstraße, Rathaus und Jungfernstieg besuchte die Gruppe das Chocoversum und hatte anschließend Zeit, die Stadt selbstständig zu erkunden.
Die gemeinsame Woche verband damit Freundschaft, interkulturelle Begegnung und gemeinsames Lernen. Vor allem aber hat der zweite Besuch unserer Freunde aus Seoul gezeigt, dass aus einzelnen Austauschbegegnungen inzwischen eine lebendige Partnerschaft geworden ist, die von persönlichen Beziehungen, gegenseitigem Interesse und dem Wunsch getragen wird, voneinander zu lernen.
Wir freuen uns schon auf die nächste Begegnung!