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Die Insel

Ein GuP Projekt aus Jahrgang 7

Von Dezember bis März haben einige Klassen des 7. Jahrgangs im GuP Unterricht ein Projekt durchgeführt. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler in Einzel- oder Gruppenarbeit eigene Inseln erfunden und auf unterschiedliche Arten dargestellt.
Einige Schüler/Innen haben dabei dreidimensionale Modelle gebaut, viele haben große Karten auf Plakate gezeichnet und wieder andere haben ihre neuen iPads genutzt um mit Zeichenprogrammen dort ihre Insel darzustellen. Dabei durften die Schülerinnen ihrer Phantasie freien Lauf lassen. So gab es eine Insel auf der Yetis lebten, ein Schlittschuhparadies, eine Insel auf der noch Dinosaurier lebten oder Süßigkeiteninseln. Einige Inseln waren bewohnt, auf anderen lebten nur Tiere in einem gut durchdachten Ökosystem. Einige waren ganzjährig mit Schnee bedeckt, einige lagen in tropischen Gewässern. Es gab Vulkane, Flüsse, Seen und Berge, große und kleine Städte und viele unterschiedliche Tiere und Pflanzen.

Die Schüler/innen haben die Insel aus unterschiedlichen Blickwinkeln und Themenbereichen des Faches Gesellschaft und Politik (GuP) geplant, hinterfragt und erklärt. Dabei war eine Regel einzuhalten: Die Insel musste sich, egal wie phantasievoll sie gestaltet war, logisch in die klimatischen und gesellschaftlichen Bedingungen auf unserer Erde einfügen und so konstruiert werden, dass es sie tatsächlich geben könnte. Auf einer Insel am Äquator konnte es keine Eisberge geben und andersherum konnten im Nordpolarmeer keine Palmen wachsen.

Durch die derzeit schwierige Situation in Schulen, durch das Corona-Virus, fanden die Projektarbeiten sowohl im Präsenzunterricht im Klassenverband, als auch im Distanzunterricht und im Wechselunterricht in Halbgruppen statt. Dadurch dauerten einige Arbeitsprozesse länger als gedacht. Dennoch waren viele Schüler/Innen sehr motiviert und haben am Ende tolle Ergebnisse präsentieren können. Die Betreuung der Schüler/innen zuhause fand über Telefonate und Videokonferenzen statt. Während der Präsentationen waren die Schüler/Innen, die zu dem Zeitpunkt im Distanzunterricht waren, über eine Videokonferenz zugeschaltet und konnten den Präsentationen ihrer Mitschüler folgen und am Fragen- und Feedbackgespräch teilnehmen.

Ein positives Feedback der Schüler/innen bekam das Projekt für das kreative Arbeiten und die Möglichkeit ihre Phantasie und ihre persönlichen Interessen in die Arbeiten einfließen zu lassen und auch in der Gestaltung der Produkte viele Freiheiten zu haben. So entstanden einige Inseln nahe der japanischen Küste, die sich an der Kultur, den Geschichten und dem Zeichenstil von Manga Comics orientierten und eine, auf dem Ipad konstruierte Inseln, im Stil des Spieles „Animal Crossing“. Herausfordernd fanden die Schüler/innen teilweise, dass sie den Realitätsbezug, die Anwendung geographischer Grundlagen und einen bestimmten Maßstab beachten mussten.
Insgesamt zeichnete sich das Projekt dadurch aus, dass, trotz der gleichen Aufgabenstellung für alle Schüler/innen, vollkommen unterschiedliche Produkte entstanden sind, in denen die unterschiedlichen Interessen und besonderen Stärken der Schüler/innen zum Ausdruck kamen. Außerdem fand ein hoher Lernzuwachs und eine intensive, und teils sehr tief gehende, Auseinandersetzung mit geographischen und gesellschaftlichen Themen statt.

Im Folgenden können ein paar sehr gelungene Arbeitsergebnisse und eine Übersicht über die Themenbereiche und damit verbundene Fragen des Faches GuP an das Inselprojekt angeschaut werden.