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MINT-Projekte

Nachhaltige Chemie im Schülerlabor
Besuch von Robert Marc Lehmann
PLASTIKPIRATEN - eine Citizen Science Studie zum Wissenschaftsjahr 2016/17

"Lasst Mädchen ein Jahr lang Technik machen"
Projekt "Mathekompetenzen für den Ausbildungsberuf
Profilunterricht "Meeresbiologie und Plastikmüll" mit zwei Dipl. Meeresbiologinnen vom MPI Bremen
Zukunftswoche regt zum nachhaltigen Denken und Handeln an
Besuch der Ocean Champs aus Durban/ Südafrika
Schwerpunkt "Klima" in Jahrgang 7
Schülerfirma "Starteam"
Schülerfirma "Vestatex"
"Schulgarten-AG"
Wattwanderung in Cuxhaven

Nachhaltige Chemie im Schülerlabor

Am 20. Juni 2016 besuchte der Chemie-Kurs der E-Phase das Schülerlabor der Uni Bremen (Chemiedidaktik). Als Partnerschule kamen wir in den Genuss der sehr gut ausgearbeiteten Materialien und vorbereiteten Experimente. Als Abschluss des Themas „Kunststoffe“ vertieften die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen im Bereich der Bio-Kunststoffe. Sie stellten verschiedene Bio-Kunststoffe her und überprüften sie auf ihre Eigenschaften. Auch die Vor- und Nachteile dieser nachhaltigen Kunststoffe mussten bewertet werden. Begeistert nahmen die Schülerinnen und Schüler das Angebot wahr und lernten außerdem die Universität als Arbeits- und Studienplatz kennen.

Besuch von Robert Marc Lehmann

(c)) Weserkurier 18.04.2016
Die Wilhelm-Olbers-Schule ist eine der vier MINT-Schulen Bremens. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Schwerpunkt und roter Faden nennt Marianne Lippel, Fachbereichsleiterin und MINT-Beauftragte, die Förderung globalen und nachhaltigen Denkens und Handelns an der Schule, das sich durch alle Jahrgangsstufen zieht.

Eingeladen hat Marianne Lippel für zwei fünfte und eine neunte Klasse den Meeresbiologen Robert Marc Lehmann, damit er „hautnah“ von Verschmutzungen der Erde und der Meere durch Schadstoffe wie Plastik berichten kann. Lehmann, mit Jeans, Karo-Hemd und Käppi, macht mit gut 30 Jahren einen jugendlichen Eindruck und referiert cool über Apps, wie den Fischeinkaufsratgeber von Greenpeace, Facebook- Nutzung und seine weltweiten Naturerlebnisse, die sein Leben prägen. Der Meeresbiologe, der auch Forschungstaucher und preisgekrönter Foto- und Videograf ist, kommt an bei der neunten Klasse mit 21 Schülerinnen und Schülern, die in der Aula seine Show auf der Leinwand aufmerksam verfolgen.

Gerade ist der umweltbewusste Reisende auf Sumatra an Land gegangen, um Nashörner zu sichten, von denen es in den dortigen Regenwäldern noch 200 geben soll, die aber durch Jagd rasch dezimiert werden. Gebraucht werden von den seltenen Tieren nur die Hornspitzen, kaum ein Pfund schwer, die in Asien den Ruf genießen, die Heilung von Krebs zu unterstützen. Das Material der Hörner ist ein Gemisch ähnlich dem von Fingernägeln mit Haaren und wird wie eine Würze auf Speisen geraspelt, um den Krebs zu besiegen. Die Kadaver der Nashörner vergammeln, das Fleisch ist nicht wohlschmeckend.

Nutella bringt nicht jeder Schüler mit Sumatra in Verbindung, doch Lehmann zeigt das typische Glas als Diagramm mit seinen Zucker und Palmöl-Anteilen, und Palmöl wird auf den Plantagen gewonnen, für die großflächig Regenwälder abgebrannt werden. Was Lehmann zu den Menschenaffen von Sumatra, den Orang Utans, führt. 97 Prozent Genübereinstimmungen mit den Menschen sollen sie haben und ebenso alt wie Menschen werden. Das Abfackeln der Regenwälder führt erst einmal zum Sterben der Muttertiere, denn die flüchten vor den Flammen in die hohen Baumkronen, wo sie lebendig verbrennen. Ihr Nachwuchs verhungert dann oder wird in menschliche Obhut aufgenommen, die ihnen über Jahre hinweg beibringt, wovon sie sich im Urwald ernähren können, ähnlich einem Menschenbaby, das auch über Jahre gefüttert wird und sonst dem Tod geweiht ist.

Eine Strandszene zeigt aus der Ferne dicht an dicht junge Albatrosse und über den Wellen schwebende Muttertiere auf Beutesuche. Dann, beim Heranzoomen durch die Kamera, wird das Drama sichtbar: Tier an Tier auf dem Strand ist tot, im Sterben oder am Verwesen. Oder im übrig gebliebenen Federbüschel erkennbar sind zahlreiche Plastikreste, die dem Tier mitverfüttert und schließlich Ursache seines Todeskampfs wurden. Dazwischen wenige, noch gesunde junge Albertrosse.

Bilder, die an die Nerven gehen, so groß ist das Elend am sonnig weißen Tropenstrand auf Sumatra. „Unsere Welt geht vor die Hunde und wir alle sind schuld“, resümiert Robert Marc Lehmann. „Ich kann denken: Was kann ich tun, oder ich kann denken: Was geht mich das an“, stellt Lehmann zur Wahl und bittet darum, nicht mehr die Kippe auf dem Pausenhof auszutreten und nicht mehr so gleichgültig Verpackung und Müll in der Umwelt zu entsorgen.

„Nur 17 Staaten haben ein Recycling System wie wir“, geht Lehmann auf die riesigen Mengen der künstlichen Erdverschmutzung ein. „Das gefährliche sind auch die Weichmacher im Plastik. Jede Plastiktüte baut sich über Hunderte Jahre ab, und die Weichmacher wirken im Meer wie Hormone. Es gibt inzwischen viel mehr weibliche Tiere als männliche, und die männlichen Geschlechtsteile verkümmern so, dass sie nicht mehr zur Befruchtung ausreichen, zeugungsunfähig sind.“

„Wenn ich mich hier umschaue, liegt überall Müll, auch von Tieren aus Müllbehältern gezogen. Es wäre so einfach, öffentliche Müllbehälter so zu bauen, dass das nicht möglich ist, aber es ist den Leuten egal“, vermutet Robert Marc Lehmann.

„Helgoland, meine liebste deutsche Insel“, zeigt Lehmann neue, eher heimatliche Fotos. Basstölpel schweben über Klippen, haben Algenfäden für den Nestbau im Schnabel. „Das war früher“ erklärt er schnell und zeigt ähnliche Fotos, bei denen Basstölpel Fäden und anderes Plastik für den Nestbau vom Meer mitbringen, und dann Fotos, auf denen Basstölpel ihren Nachwuchs mit algenähnlichen Plastikfäden füttern. Die Jungen werden an dem Plastik und durch Hunger verenden.

„Greenpeace hatte die Felswand der Basstölpel auf Helgoland gesperrt und die blau und rot schimmernden Plastiknester vom Gestein geschrubbt, damit Basstölpel durch die Plastikansammlungen nicht behindert werden, doch die bauen wieder mit Plastik.“

Die Fragerunde wird eröffnet. „Wo sterben die meisten Fische durch den Einfluss von Menschen?“ Lehmann: „Bei uns in der Nord- und Ostsee. Jeder Quadratzentimeter des Nordseegrunds wird durchschnittlich drei Mal im Jahr von Schleppnetzen umgepflügt. Da wächst nichts mehr. Fangen will man damit Krabben, aber nur der kleinere Teil der Fänge sind Krabben, der Rest geht tot wieder ins Meer. Die Krabben werden nach Portugal geschickt und von Kindern und Frauen geschält, bevor ihr sie beim Discounter kaufen könnt. So bringt es am meisten Profit“, beantwortet Lehmann die Schülerfrage. Nun geht es für die Schülerinnen und Schüler in die Pause und dann an die Gemeinschaftsarbeit über „Globales und nachhaltiges Denken und Handeln“.

PLASTIKPIRATEN - eine Citizen Science Studie zum Wissenschaftsjahr 2016/17

Ein Bereicht der Schülerinnen Lea Scheffer und Lisa-Christin Martens -

Wir, die Schüler der Wilhelm-Olbers-Schule in Bremen, machten uns an einem Dienstagmorgen auf den Weg zur Weser um Proben für das Projekt zu entnehmen.

Nach ein wenig suchen fanden wir dann ein kleines Stück Ufer in der Nähe des Weserwehres. Die Uferfläche war nicht optimal, aber ausreichend für unsere Forschung.

Nun legten wir auch schon los. Gruppe 1 schaute sich den Fluss genauer an und versuchte die Fließgeschwindigkeit zu ermitteln. Diese Gruppe hatte keine leichte Aufgabe, sie haben sich trotzdem sehr gut engagiert und sich viel Mühe gegeben. Gruppe 2 widmete sich dem Müll am Flussufer und schaute ob sich im Allgemeinen viel Müll an der Weser befindet. Gruppe 3 steckte eine Fläche am Ufer ab und untersuchte dort die Müllansammlungen. Gruppe 4 untersuchte mit Hilfe eines Mikroplastiknetzes den treibenden Müll innerhalb der Weser. Wir, Gruppe 5, das Reporterteam schauten ob die Probennahme erfolgreich war, ob es mögliche Müllquellen gibt und wie die Verschmutzung zu verhindern ist.

Zu beobachten war, dass sich eine Vielzahl an Bierverpackungen am Ufer befanden. Außerdem war eine große Menge an Plasikresten, wie Plastiktüten etc., aufzufinden. Mikroplastik konnten wir glücklicherweise nicht feststellen.

Vermutlich sind die großen Überreste vom vergangenen Sommer, die liegengeblieben sind. Erschreckend wie lange die Weser mit den Überresten zu kämpfen hat!

Unsere Lösungsvorschläge sind, dass an solchen Stellen örtliche Mülleimer angebracht werden sollten, die regelmäßig geleert werden, um die Umwelt zu schützen. Scheinbar stammt der Plastikmüll direkt von diesem Ufer und wurde nicht angeschwemmt.

Schlussendlich sollte jeder Mensch sich an die eigene Nase fassen und sich überlegen, ob man nicht doch auf umweltfreundlichere Stoffe umsteigt, damit die Lebewesen und auch der Umwelt nicht so viel zugemutet werden muss! Dafür ist viel Aufklärungsarbeit über die Folgen von Plastik im Fließgewässer nötig.

"Lasst Mädchen ein Jahr lang Technik machen"

Zweiter Durchgang der „Girls’ Day Akademie“ in Bremen gestartet

Schon mal vom Beruf Fluggerätmechanikerin gehört? Die meisten Neuntklässlerinnen schütteln den Kopf. Eine Jugendliche meldet sich.

„Klar, ich hab Airbus gegoogelt und dort den Beruf gefunden“

,
sagt die 15-jährige Helena aus der Oberschule an der Koblenzer Straße in Bremen.
Die junge Frau ist eine von 20 Neuntklässlerinnen aus vier Schulen der Stadt, die seit Kurzem am zweiten Durchgang der „Girls’ Day Akademie“ teilnehmen. Die Auftaktveranstaltung dazu fand Mitte September bei Airbus statt. Das vom Arbeitgeberverband Nordmetall, den Unternehmensverbänden im Land Bremen und der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven geförderte Projekt gibt ein Jahr lang 20 Mädchen die Möglichkeit, in MINT-Berufe hineinzuschnuppern. [ZITAT„Es geht vor allem darum, den jungen Frauen Berufsorientierung zu geben und sie für Technik- und MINT-Berufe zu begeistern“], sagt Projektleiter Julian Huismann vom Bildungszentrum der Wirtschaft im Unterwesergebiet (bwu), das das Projekt organisiert. Jeweils einen Nachmittag pro Woche verbringen die Schülerinnen der Oberschule Findorff, der Wilhelm-Olbers-Schule, der Gerhard-Rohlfs-Oberschule und der Oberschule an der Koblenzer
Straße in Unternehmen, Hochschulen, Schülerlaboren und Forschungseinrichtungen. Sie lernen, wie eine gute Bewerbung aussieht und wie sie sich selbst organisieren können. Darüber hinaus können die Mädchen experimentieren, kleine Apps programmieren und in Betrieben Praxisluft schnuppern. Imke Kuhlmann, Referentin Nachwuchssicherung bei Nordmetall, begründet das Engagement des Verbands so: „Die Metall- und Elektro-Industrie steht wie keine andere für Hightech und Innovation. Sie bietet gerade auch jungen Frauen beste Berufsaussichten. Das wollen wir fördern.“ Am ersten Jahrgang der „Girls’ Day Akademie“ im Schuljahr 2018/19 nahmen 15 Mädchen teil. Sie besichtigten etwa bei Airbus die Flügelfertigung und bei der Deutschen Flugsicherung den Tower. Im DLR School Lab gab es einen Workshop zum Thema Weltraumtechnik. Bei der Hella Fahrzeugkomponenten
GmbH erfuhren sie, wie Sensoren gefertigt werden und im UniversumBremen durften sie ein Miniatur- Windrad zusammenbauen und programmieren. So legten die Schülerinnen peu à peu die Scheu vor der Technik ab. Für Projektleiter Huismann Bestätigung, das Projekt weiterzuführen:

„In vielen technischen Berufen sind Frauen noch unterrepräsentiert. Mit der „Girls’ Day Akademie“ wollen wir dieses schlummernde Potenzial freisetzen und klischeefrei zeigen: MINT-Berufe sind keine Männerdomäne.“

Projekt "Mathekompetenzen für den Ausbildungsberuf

Profilunterricht "Meeresbiologie und Plastikmüll" mit zwei Dipl. Meeresbiologinnen vom MPI Bremen

Zukunftswoche regt zum nachhaltigen Denken und Handeln an

Besuch der Ocean Champs aus Durban/ Südafrika

Schwerpunkt "Klima" in Jahrgang 7

Schülerfirma "Starteam"

Schülerfirma "Vestatex"

"Schulgarten-AG"

Wattwanderung in Cuxhaven