50 Schüler*innen der E-Phase (Wirtschaft) hatten am 26.02.2020 in der Aula die Chance ganz authentisch zu erleben, was aus Unternehmenssicht und vielmehr aus Sicht eines Geschäftsführers für eine gelungene Erwerbsbiografie wichtig ist. Herr Taute von Tandler (Zahnräder; Getriebe; Härterei) und Herr Bertzbach von der Sparkasse Bremen präsentierten sich und ihr Unternehmen.
Den ersten Aufschlag machte Herr Taute mit einer biografischen Reise zurück in die Achtziger. Angereichert durch sehr persönliche Haltungen und Erfahrungen sorgte er durch die unterhaltsame Beschreibung seiner schulischen und beruflichen Sozialisation für so einige Aha-Momente bei den Schüler*innen.
„Seid bloß nicht stromlinienförmig und glaubt niemandem, dass man das sein muss.“
Ist sicher eine wichtige Botschaft seiner Erzählung. Aber auch, dass es keine ungebrochenen Erwerbsbiografien mehr gibt. Ganz schön rumgekommen der Mann und hat Karl Albrecht (Aldi Süd) die Hand geschüttelt. Anekdote: Herr Taute war der erste Zivildienstleistende im Aldi – Management. Alle anderen hatten bei der Bundeswehr gedient.
Nach einer Beschreibung des Unternehmens, Standort, Mitarbeiter, Produkte und Berufe ging es dann um Lebens- und Karriereplanung. Leider kann ich nicht alle sachdienlichen Hinweis aufzählen, es waren zu viele.
Daher Highlights:
[ZITAT„Nichts ist schlimmer als Nichtstun – auch wenn ihr gerade am liebsten mit Freunden chillt, sucht euch eine Sache die ihr gerne tut und tut sie. Und zwar bis ihr sie richtig drauf habt.“]
„American Super Hero ist Quatsch! Ihr müsst nicht perfekt sein. Lasst euch von solchen Sprüchen nicht verführen, täuschen und unter Druck setzen.“
Und nicht vergessen, das Geheimnis der Karriereplanung:
„Wenn der Geschäftsführer mit einer Idee oder einer Aufgabe auf euch zukommt – macht es sofort und so gut wie möglich. Es gibt nur eine Ausrede die zählt: Mir ist ein Kunde dazwischen gekommen. Nur die sind wichtiger.“
Herr Bertzbach und sein Kollege im dualen Studium Herr Claassen stellten ebenfalls ihre –kürzeren und auch etwas gradlinigeren, weil deutlich jünger - Biografien dar und gaben Informationen, zu den dort beschäftigten Berufen sowie zu Ausbildungsmöglichkeiten. Klassische Bankkaufleute, aber auch duale Studienmöglichkeiten und nicht zuletzt auch Kaufleute für E-Commerce sind da im Portfolio.
Erstaunlich wie sich die Sparkasse auf den Weg in die Zukunft macht und versucht sich neu auf zu stellen. Flachere Hierarchien, mehr Verantwortung für den Einzelnen und entstauben von klassischen Bildern der Angestellten. Dies im Zusammenhang mit einer Rekrutierungskampagne von Nachwuchs, wie wir einem interessanten „Making of…“ der Kampagne entnehmen konnten. (Hashtag #futuryourjob)
Die Schüler*innen waren auf jeden Fall sehr fasziniert von diesem kontrastreichen und kurzweiligen Programm und honorierten dies mit Applaus. Unternehmer in die Schule bringt Leben in die Bude.