Spannung durchdringt am Donnerstagmorgen den aufgeräumten Klassenraum 322 der 7a. Zu
Gast im Klassenraum sind Herr Böhm und eine noch unbekannte Person, die per Online-Stream hinzugeschaltet werden soll.
Dann ist es soweit: „Herzlich Willkommen liebe Schülerinnen und Schüler in Lübeck, Hamburg,
Köln..“ - zuletzt werden wir mit „Bremen“ genannt. Was die Klasse nun sieht, ist der Workshop der Techniker Krankenkasse mit dem Titel „Law4school“. Und was sich hinter diesem Titel verbirgt, erfährt die 7a in den darauffolgenden eineinhalb Stunden von der Rechtsanwältin Frau Stückmann. Zunächst stellt sie ein Szenario vor, bei dem es um sogenanntes „Cyber Stalking“ geht. Die Schülerinnen und Schüler müssen hier eifrig mitdenken und per Mausklick Fragen gemeinsam beantworten. Auch die Lehrkräfte staunen nicht schlecht, als die richtige Antwort nach dem Strafmaß aufgedeckt wird.
Es geht weiter und die Klasse lernt, was droht, wenn man ein Foto einer anderen Person ohne Erlaubnis verschickt, wie man effektiv handeln kann, wenn Fotos von einem selbst versendet werden und welche Fotos aus dem Netz urheberrechtlich geschützt sind.
„Das Internet vergisst nie.“, sagt die Rechtsanwältin noch einmal bedacht und die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a blicken mit ernstem Blick zum Bildschirm, als klar wird, dass es alle betrifft und jeder auf sich im Netz achten muss.
Nach dem Webinar geht es für vier Schülerinnen und Schüler der Klasse, die Klassenleitungen Frau Moch und Herr Bosse und den Schulleiter Herr Böhm weiter.
Auf sie warten der Pressesprecher von der Techniker Krankenkasse Herr Brockmann, die Regionalleitung der Techniker Krankenkasse Frau Jacob und den Referatsleiter der Abteilung Schulentwicklung des Landesinstituts für Schule Herr Dr. Ludwig, um gemeinsam an eine
Pressekonferenz teilzunehmen und sich per Videoschalte mit der Rechtsanwältin Frau Stückmann
auszutauschen. Abishek, Lale, Annika und Mika hören gespannt zu, was die vielen erwachsenen
Gäste zu sagen haben, bis auch sie gefragt werden, was sie von dem Webinar mitnehmen.
„Ich habe viel Neues gelernt, zum Beispiel, dass ich bestimmte Bilder nicht weiterschicken darf.
Manches wusste ich schon, aber eben nicht alles“, meint Lale. Mika fügt hinzu: „Wir sind alt genug, um uns selber zu darum kümmern, was richtig und was falsch ist. Unsere Eltern können nicht immer darauf achten.“. Die anderen beiden stimmen nickend zu und Herr Böhm macht noch einmal deutlich, welchen Stellenwert die Prävention im Bereich Cyber-Mobbing an unserer Schule einnimmt.
Frau Jacob wird einen Tag später auf Twitter posten, dass sich durch „Law4school“ „[…] eine
größere Sensibilität auf Seiten der Schüler:innen, wie auch der Lehrkräfte entwickelt“ habe.
Nach der Pressekonferenz geht für alle ein einprägsamer Vormittag zu Ende.
„Nun werden wir noch einmal darüber nachdenken, was wir in den sozialen Medien alles preisgeben“, beschließen die Schüler:innen.
Hier geht es zum Artikel im Weser-Kurier:
https://ep.weser-kurier.de/weserkurier/169457/article/1765302/2/2/render/?page_url=https%3A%2F%2Fezeitung.weser-kurier.de%2Ftitles%2Fweserkurier%2F6603%2Fpublications%2F169457%2Fpages%2F2&token=1323faa3f18df85744e8fedcd6968952