Im Rahmen des Erasmus+-Programms hatten Frau Huhnholt und ich Ende Februar 2026 die Gelegenheit, eine Woche lang ein Job-Shadowing an einer Schule in Bardufoss im Norden Norwegens zu absolvieren. Bardufoss liegt etwa 80 Kilometer südlich von Tromsø in der Region Troms und ist von beeindruckenden Bergen, weiten Schneelandschaften und einer einzigartigen Natur umgeben.
Während unseres Aufenthalts wurden wir herzlich von der Erasmus-Koordinatorin der Schule empfangen und begleitet. Die Woche bot uns vielfältige Einblicke in das norwegische Bildungssystem und den Schulalltag vor Ort. Besonders interessant war die Schulform, die neben der gymnasialen Oberstufe einen starken Schwerpunkt auf Berufsorientierung und praktische Bildung legt. Die Schülerinnen und Schüler können dort unter anderem in den Bereichen Holzverarbeitung, Elektrik, Textilgestaltung und weiteren handwerklichen Berufsfeldern arbeiten.
Die Schule verfügt über eigene Werkstätten und Fachräume für die verschiedenen Ausbildungsbereiche. Dadurch unterscheidet sich nahezu jeder Klassenraum in seiner Ausstattung und Gestaltung. Während unseres Aufenthalts begleiteten wir verschiedene Lehrkräfte im Unterricht, arbeiteten in Workshops mit und stellten unsere Schule den norwegischen Kolleginnen und Kollegen vor. Der fachliche Austausch war für beide Seiten bereichernd und bot zahlreiche Anregungen für die eigene pädagogische Arbeit.
Neben den schulischen Eindrücken lernten wir auch die norwegische Kultur näher kennen. So durften wir traditionelle Waffeln mit dem in Norwegen beliebten Brown Cheese probieren und an gemeinsamen Abendessen sowie Treffen mit Kolleginnen und Kollegen der Schule teilnehmen. Diese persönlichen Begegnungen ermöglichten spannende Gespräche über Schule, Gesellschaft und den Alltag in beiden Ländern.
Beeindruckend war außerdem die besondere Bedeutung des Wintersports. Aufgrund der klimatischen Bedingungen gehört Skilanglauf selbstverständlich zum Sportunterricht, und viele Schülerinnen und Schüler verbringen einen großen Teil ihrer Freizeit in der Natur. Während unseres Aufenthalts zeigte sich das Wetter von seiner schönsten Seite: Sonnenschein, verschneite Landschaften und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sorgten für eine eindrucksvolle Winterkulisse. Auch die Nordlichter, für die die Region bekannt ist, konnten wir dort besonders gut beobachten.
Im Anschluss an die Schulwoche verbrachten wir ein Wochenende in Tromsø, der größten Stadt Nordnorwegens. Die Stadt verbindet moderne Kultur mit einer spektakulären Lage zwischen Bergen und Fjorden und bildete einen gelungenen Abschluss unseres Aufenthalts. Das Highlight war eine Schneewanderung, auf der wir Huskys auf einer Farm besuchen und ausführen konnten.
Das Erasmus+-Job-Shadowing in Norwegen war für uns eine wertvolle Erfahrung. Der Einblick in eine andere Schulkultur, der internationale Austausch sowie die herzliche Aufnahme vor Ort haben unseren Horizont erweitert und viele neue Impulse für die eigene Arbeit mitgebracht. Solche Begegnungen zeigen, wie bereichernd europäische Zusammenarbeit im Bildungsbereich sein kann.